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Mit der Periode zu mehr Gelassenheit und Vertrauen – 6 Tipps, um deinen Zyklus anzunehmen

Mit der Periode zu mehr Gelassenheit und Vertrauen – 6 Tipps, um deinen Zyklus anzunehmen

Als zyklische Wesen erleben Frauen* ihren monatlichen Zyklus auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Wenn du einmal ganz bewusst darauf achtest, dann kannst du mit ein bisschen Übung recht schnell feststellen, dass dein eigenes Energielevel, dein Körpergefühl und deine Emotionen je nachdem, wo du dich in deinem Zyklus gerade befindest, unterschiedlich sind. Unsere Autorin Sarah Al-Bashtali beschäftigt sich intensiv mit dem weiblichen Zyklus und teilt in diesem Blogbeitrag 5 Tipps mit dir, wie du deinen Zyklus besser annehmen kannst und durch deine Periode zu mehr Gelassenheit und Vertrauen finden kannst. Darüber, wie wir in verschiedenen Lebensbereichen noch mehr ins Annehmen kommen können, hat sie auch in ihrem Buch "Die Kunst des Empfangens – wie man die Kontrolle aufgibt und sich für das Leben öffnet" geschrieben. 

Ein wichtiger Grundpfeiler meines weiblichen Ansatzes zur Spiritualität ist die Akzeptanz, dass ich ein zyklisches Wesen bin. Im Sommer 2021 habe ich nach zwanzig Jahren ständiger hormoneller Beeinflussung meines Körpers die Pille abgesetzt und damit begonnen, aktiv mit meinem Zyklus zu arbeiten. 

Vorab möchte ich dennoch sagen, dass ich unendlich dankbar bin für die Möglichkeit, dass wir Frauen in diesem Teil der Welt so sicher, einfach und günstig einer Schwangerschaft vorbeugen können. Für eine lange Zeit war die tägliche Einnahme von Hormonen zur Empfängnisverhütung eine gute Lösung für die Version von mir, der ihre Karriere wichtig war, die gerne auf Partys ging und die einem Kind nicht das liebevolle und sichere zu Hause hätte bieten können, das es verdient. 

Die Periode als Schlüssel zur eigenen Weiblichkeit

Kritisch sehe ich vor allem die Tatsache, dass ich meine Periode lange Zeit als monatliche Last empfand und die Krämpfe und Schlafstörungen hauptsächlich mit einem Produktivitätsverlust assoziierte. Ich brauchte mehr Energie als sonst, um bei der Arbeit zu funktionieren, war leichter gereizt und schaffte im Schnitt weniger Power Point Slides in der Stunde als meine männlichen Kollegen. 

Ich hatte keinen Blick für die Magie und die Weisheit meines Zyklus und war abgeschnitten von den Botschaften meiner Gebärmutter. 

Wichtig ist es mir aber auch an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Periode für manche Frauen mit starken Schmerzen einhergeht, durch die diese Magie, die ich jeden Monat im Zuge meiner Periode erfahre, von den Schmerzen überlagert wird.*

Generell gilt: Ich bin nicht gegen die Pille. Dennoch ist es wichtig, sich im Klaren zu sein, dass die Pille in den natürlichen Zyklus eingreift. 

Während der 20 Jahre, in denen ich die Pille nahm, hatte ich unterschiedlichen Frauenärzt*innen immer wieder mal die Frage gestellt, ob nicht eine Pillen-Pause Sinn machen würde. Allerdings erhielt ich die einstimmige Antwort, ich solle die Pille am besten durchnehmen, bis ich Kinder wollte, das brächte meinen Zyklus am wenigsten durcheinander. Ich bin mir sicher, dass diese Aussage aus schulmedizinischer Sicht auf gründlichen Untersuchungen basiert. Allerdings ist mir diese Empfehlung zu eindimensional auf praktische Argumente ausgerichtet und berücksichtigt die spirituelle Dimension des weiblichen Zyklus nicht genug. 

Wie ich die Weisheit des weiblichen Zyklus wiederentdeckte

Seit ich bewusst mit meiner Periode arbeite, zelebriere ich jeden Zyklus als einen Neubeginn. Jeden Monat stirbt ein kleiner Teil von mir und gemeinsam mit der unbefruchteten Eizelle kann ich alles loslassen, was zwischen mir und meinem vollen Seelenpotential steht. 

Was es da jeden Monat loszulassen gibt? 

Jede Menge sage ich dir. Es müssen nicht immer große Dinge sein - vielleicht denkst du jetzt an die Kündigung eines Jobs oder die Trennung von einem Partner oder einer Partnerin, aber aus meiner Sicht liegt die Magie in den kleinen Dingen. 

Monat für Monat gibt es Ängste, die ich loslassen darf, Wut, die es zu fühlen gilt, und Situationen, die ich vergeben darf. Das Leben ist unendlich kreativ darin, uns Tag für Tag herauszufordern. Die regelmäßige Arbeit mit meinem Zyklus hilft mir dabei, in meiner Mitte zu bleiben und meine Entscheidungen mit meinem Higher Self zu treffen, statt mich von Angst oder Verbitterung leiten zu lassen. 

In kleinen Schritten zu großen Ergebnissen 

Lasst uns ein praktisches Beispiel anschauen: Das Schreiben meines Buches "Die Kunst des Empfangens – wie man die Kontrolle aufgibt und sich für das Leben öffnet".

Im Nachhinein klingt es wie ein großes Projekt, doch tatsächlich war es eine Aneinanderreihung vieler kleiner Schritte, und jeder dieser Schritte hat mich neu herausgefordert. 

Am Anfang habe ich beispielsweise viel mit der Frage gekämpft, ob ich genug Material für ein ganzes Buch zusammen bekommen würde. Ich fasse mich gerne kurz und konnte von Anfang an spüren, dass mein Manuskript sich nicht zu einem 300-seitigen Wälzer entwickeln würde. Manchmal habe ich den Laptop aufgeklappt und konnte beim besten Willen nicht anfangen zu schreiben, weil das Gefühl so stark war, dass es sowieso nicht lang genug werden würde. 

Dann habe ich den Laptop wieder zugeklappt und mich mit Loslassen beschäftigt. Zum Beispiel das Loslassen der Idee, dass ein gutes Buch eine bestimmte Seitenanzahl haben muss. 

Ganz besonders habe ich ein Ritual in Erinnerung, bei dem ich mit dem Blut meiner Periode positive Affirmationen in Kalligraphie-Schrift auf ein besonders schönes Blatt Papier geschrieben habe:

“Ich vertraue darauf, dass es auf dieser Welt Menschen gibt, denen meine Botschaft guttut, genau so wie sie ist. Ich löse mich von jeder Erwartung an Erfolg. Das Universum wird genau das mit meiner Botschaft tun, was richtig ist.” 

Dieses Blatt lag lange neben meinem Laptop und hat mir über viele Momente der Selbstzweifel und Schreibblockaden hinweggeholfen. 

5 Tipps, mit denen du deinen eigenen Zyklus annehmen kannst

Vielleicht hast du dich bisher noch nicht richtig mit deinem Zyklus und deiner Periode auseinandergesetzt, was völlig okay ist. Ich möchte dir ans Herz legen, dich in Zukunft mehr mit dieser Kraft in dir zu verbinden. Denn ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es für mich einen wahnsinniges Empowerment bedeutet hat, als ich begann meinen Zyklus zu sehen, zu fühlen und zu wertschätzen. 

Um in die Verbindung mit diesem zyklischen Teil von dir zu kommen, habe ich dir 5 Tipps zusammengestellt, wie du deinen eigenen Zyklus besser annehmen und kennenlernen kannst. 

1. Sammle dein Blut: 

Ich werde nicht müde zu betonen, wie heilsam es ist, sein eigenes Blut anzunehmen. Fange damit an, eine passende Menstruationstasse für dich zu finden. Es gibt unterschiedliche Formen und Materialien und für jede von uns gibt es ein passendes Modell. Wenn du viel Blut verlierst, kannst du die Tasse zum Beispiel mit Menstruationsunterwäsche kombinieren. 

Unser Blut ist nicht eklig und riecht auch nicht komisch, zumindest nicht, wenn du es im Kühlschrank in einem sauberen Marmeladenglas circa eine Woche lang aufbewahrst. Ich liebe es, mein Blut der Natur zurückzugeben oder damit zu malen.

Ein mit Menstruationsblut gemaltes Bild zeigt die nackte Silhouette einer weiblichen Person 

2. Stelle deine Ernährung zyklusfreundlich um

Je mehr ich mich mit meinem Körper verbinde, desto mehr kann ich spüren, welche Nahrungsmittel mir guttun. Du wirst ganz von alleine Lust auf frisches Gemüse bekommen, weil du feststellst, dass die Konservierungsstoffe und der hohe Zuckergehalt in vielen industriellen Lebensmitteln Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen und Stimmungsschwankungen auslösen. 

Ich esse nicht vegan, aber ich habe meinen Käsekonsum zum Beispiel extrem reduziert, denn er tut mir einfach nicht gut. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich Knoblauch am Abend nicht gut vertrage. Spaghetti aglio e olio gibt es jetzt mittags! 

3. Achte auf Alkohol

Insbesondere in der Woche vor und während deiner Periode kann der Konsum von Alkohol deinen Körper deutlich stärker belasten als sonst. Viele Frauen haben in dieser Zeit Schlafprobleme, die durch Alkohol verstärkt werden können.

4. Passe dein Workout an

Das Energielevel des weiblichen Körpers schwankt über den Zyklus extrem. Während du in der ersten Woche nach der Periode wahrscheinlich ein HIIT Training mit Bravour meistert, bist du nach deinem Eisprung vielleicht manchmal müde und schlapp. Und das ist völlig normal. Gönn dir eine Runde Yin Yoga am Morgen und lasse den Wunsch nach einem flachen Bauch los.

5. Setzte eine Intention

Nehme dir in den Tagen vor und während deiner Periode extra Zeit zum Meditieren und Journaling. 

Was willst du diesen Monat loslassen? Wo kommt das Gefühl oder der Glaubenssatz her und inwiefern war dies bisher vielleicht auch hilfreich? Wie möchtest du zukünftig mit der Situation umgehen und was brauchst du dazu? 

6. Etabliere ein monatliches Ritual

Besonders kraftvoll wird das monatliche Loslassen, wenn du es mit einem schönen Ritual verbindest. Dabei kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen: 

Vielleicht nimmst du einfach ein schönes Bad und wäscht die alten Glaubenssätze von dir ab. Oder du sammelst einen schönen Stein, legst ihn auf deinen Altar/deinen Nachttisch und gibst deine negativen Glaubenssätze an ihn ab. Am letzten Tag deiner Periode machst du einen langen Waldspaziergang und wirfst ihn weit weg in einen Fluss oder See. 

Denk dran: bei Ritualen kann man nichts falsch machen. Du bist diejenige, die ihnen ihre Bedeutung gibt. 

Sarah zündet eine Kerze auf ihrem Altar an

Vom Mut Neues zu wagen

Und auch, wenn du bei manchen Punkten in diesem Artikel als ersten Gedanken Verwunderung, Abneigung oder sogar Ekel spürst – probier es einfach mal aus! Du wirst überrascht sein, wie empowernd es ist, diese Kraft, die Monat für Monat in dir ist, ganz aktiv wahrzunehmen und zu feiern.

Nutze sie!


*Diese Perspektive gilt für Frauen mit einem gesunden Monatszyklus. Bei starken Beschwerden oder Krankheiten wie Endometriose suche dir Hilfe und wende dich an qualifiziertes Fachpersonal.

Text: Sarah Al-Bashtali

Bild: Sophia Mayrhofer

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